Der Westen zerstört seine eigene Seele

Prof. Dr. Vishal Mangalwadi: Sozialreformer, Politiker und Philosoph zu Gast in Detmold

Detmold (evfkhl). Der aus Indien stammende Professor der Theologie und weltweit anerkannte Referent und Autor Vishal Mangalwadi ist vom 7. bis zum 9. April in Detmold. Er provoziert mit seiner These, dass der Westen die Bibel als sprachbildende und kulturprägende Offenbarung Gottes nicht mehr ernst nehme, damit sein eigenes Fundament zerstöre, und seine Seele verliere. An seinem Heimatland und den anderen nicht christlich geprägten Kulturen kritisiert Mangalwadi, dass in deren Kulturkreisen handwerkliche Arbeit und die damit einhergehenden Inovationen nicht genügend wertgeschätzt würden und so eine vergleichbare Entwicklung dieser Gesellschaften, wie sie in den vergangenen Jahrhunderten in der westlichen Welt ablief, nicht möglich war und bis heute nicht sei. Mangalwadi sieht hier die Bibel als Fundament der gesellschaftlichen Entwicklung.

Prof. Dr. Vishal Mangalwadi, 1949 in Chhattarpur, Madhya Pradesh, Indien geboren, gilt als einer der führenden christlichen Intellektuellen Indiens. Seine Aussagen klingen provokativ, aber ermuntern, über uns und unsere Kultur nachzudenken. Mit seinem Blick von außen auf die Wurzeln und Zukunft der westlichen Welt rüttelt Mangalwadi wach. Seit 2013 arbeitet er als Honorarprofessor für Praktische Theologie an der theologischen Fakultät des Sam Higginbottom Institut für Agrikultur, Technologie und Wissenschaft in Allahabad. Er studierte Philosophie an indischen Universitäten, in hinduistischen Ashrams und Theologie im Studienzentrum L’Abri in der Schweiz. Zu Gastvorlesungen wird Prof. Dr. Vishal Mangalwadi weltweit eingeladen. 

Besondere Aufmerksamkeit erzielte Mangalwadi mit dem 2014 auf deutsch erschienenen Buch „Das Buch der Mitte – Wie wie wurden was wir sind“. Anhand konkreter Beispiele zeigt er welche Bedeutung den biblischen Werten, wie beispielsweise Achtung vor Gott und dem Mitmnschen, Ehrlichkeit und Respekt vor dem Besitz anderer, bei der gesellschaftlichen Entwicklung zukommt.

Seine Ansätze und Thesen wird Vishal Mangalwadi in vier Vorträgen zu unterschidlichen Themenschwerpunkten in Detmold erläutern:

Bibel und Menschenrechte – Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“ am Freitag, 7. April um 18 Uhr in der Evangelischen Freikirche Detmold-Hohenloh

Bibel und Familie – Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“ am Samstag, 8. April um 18 Uhr in der Evangelischen Freikirche Detmold-Hohenloh

Bibel und Kirche – Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“ am Sonntag, 9. April um 10 Uhr in der Evangelischen Freikirche Detmold-Hohenloh

Kirche und Gesellschaft – Das Vermächtnis der Reformation für eine multikulturelle Gesellschaft“ am Sonntag, 9. April um 17 Uhr in der Stadthalle Detmold, anlässlich der Eröffnung der erweiterten Dauerausstellung des Museums für russlanddeutsche Kulturgeschichte „Verfolgte Kirche – Verbotene Bibel in der UdSSR 1918-1988“.

Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei.

    remove_red_eye Ausstellungen

  • "Von der Keilschrift zur Nanobibel"
    19.03.-09.04.2017
  • Ostergarten
    26.03.-17.04.2017
  • „Luther und die Juden“
    07.03. - 09.04.2017
  • „Verfolgte Kirche – verfolgte Bibel“
    09.04.-30.05.2017
  • group Diverse Veranstaltungen und Gottesdienste

  • „Kirche und Bibel - Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“
    09.04.2017, 10 Uhr
  • „Kirche und Gesellschaft - Das Vermächtnis der Reformation für eine multikulturelle Gesellschaft“
    09.04.2017, 17 Uhr
  • speaker_notes Vorträge, Berichte und Diskussionen

  • „Menschenrechte und Bibel - Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“
    07.04.2017, 18 Uhr
  • „Familie und Bibel - Das Vermächtnis der Reformation für eine starke Gesellschaft“
    08.04.2017, 18 Uhr
  • „Entdecken Sie den Roten Faden durch die Bibel“
    ab September 2017

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